STICHWORTVERZEICHNIS: 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gemeinde Marnitz

Quelle: Amt

Hans-Jürgen Buchholz

Ringstraße 1
19376 Marnitz

Telefon (038729) 22724

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-marnitz.de

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Marnitz, Jarchow, Leppin und Mooster mit 768 Einwohnern (Stand 31.12.2016) und einer Gesamtfläche von 3088,62 ha. Marnitz war von 1991 bis Juni 2004 Sitz der Amtsverwaltung. Heute befindet sich in Marnitz ein Bürgerbüro des Amtes Eldenburg Lübz.

 

Aktuelle Baumaßnahme 2016 (gefördert durch die Europäische Union)

 

Baumaßnahme Marnitz 2016


Im Jahre 1995 erfolgte in Marnitz ein moderner Schulneubau, der für die Region beilspielhaft ist. Hier sind die Grundschule und die Regionale Schule untergebracht.

 

Regionalschule Marnitz

Quelle: Maik Senkbeil

 

In diesem Zusammenhang entstand auch eine neue Sport- und Freizeithalle. Außerdem wurde in den letzten Jahren ein modernes Seniorenheim gebaut. Dort können die Senioren ihren verdienten Lebensabend verbringen.

 

Treptowsee

        Quelle: Maik Senkbeil

Die Mooster

                   Quelle: Amt

 

Geschichte des Wappens
Marnitz, 1275 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte ursprünglich den Grafen von Dannenberg und wurde im genannten Jahr zusammen mit dem ganzen Amt Grabow an die Grafen von Schwerin verpfändet. In den Folgejahren kam es zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Schwerin und den Markgrafen von Brandenburg. Durch Kauf erwarb Herzog Albert II. von Mecklenburg im Jahre 1358 die Grafschaft Schwerin, wodurch Marnitz mecklenburgisch wurde.

Auch danach kam es noch zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Brandenburgern um die Burg und das Land Marnitz.

Dabei wurden die Mecklenburger besonders von den Brüdern Reimar, Johann und Helmold von Plessen unterstützt, die halfen, die Burg 1371 zurückzuerobern. Die von Plessen wurden belohnt, indem sie in den Pfandbesitz von Marnitz kamen.

Den Plessen gelang es, trotz aller Fehden und Räubereien über die Landesgrenze hinweg, Marnitz für die Mecklenburger zu sichern.

Wie lange die Plessen im Besitz des Pfandes waren, ist nicht überliefert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts jedenfalls sind an deren Stelle die von Bülows getreten. Den Bülows gelang es jedoch nicht, die Belehnung erblich vom Herzog absichern zu lassen.

Nach dem Aussterben des letzten Lehnsträgers aus der Familie der Bülows wurden Gut und Amt Marnitz durch die Herzöge von den Erben eingelöst, wodurch Marnitz endgültig zum Domanium kam.

Die Symbolik der für die Entwicklung von Marnitz bedeutenden Familien von Plessen und von Bülow wurde in das Gemeindewappen übernommen.

 

Die von Plessen führten in Gold einen schwarzen Stier, die von Bülow in blau 14 goldene Kugeln. Da die Plessen die ältere in Marnitz ansässige Familie ist, nimmt deren Symbolik den größten Teil des Schildes ein, während die Symbolik der Bülows auf 5 Kugeln reduziert - in den weniger vornehmen Schildfuß gesetzt wurde.

 

Geographische Lage

 Marnitz liegt im Südwesten von Mecklenburg-Vorpommern, im Landkreis Parchim. An der südlichen Grenze der Gemeinde zum Land Brandenburg befindet sich die A24 mit einer Autobahnabfahrt nach Suckow. Diese Autobahn verbindet die Großstädte Hamburg und Berlin. Suckow liegt auf halber Wegstrecke dazwischen. Von Suckow hat der Autofahrer einen direkten Anschluss an die Bundesstraße B 321 zur Kreisstadt Parchim und zur Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns Schwerin. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt immer mehr an Bedeutung. So ist es für uns von größter Wichtigkeit, den sanften Tourismus zu fördern. Wir sind in der glücklichen Lage, in einer der schönsten Landschaften Mecklenburgs zu liegen. Dem interessierten Besucher bietet sich hier die Möglichkeit, saubere Seen und Gewässer, ausgedehnte Wald- und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmäler und andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

 

A 24 Suckow

          Quelle: Maik Senkbeil

Geographische Lage

                  Quelle: Amt

 

Geschichte der Gemeinde Marnitz

 

Die Entstehung von Marnitz begann mit dem Bau der Burg in der letzten slawischen Periode im 10. oder 11. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Marnitz ist zweifellos wendischer Herkunft, ein genaues Gründungsjahr ist jedoch nicht bekannt. Marnitz kam unter Landesherrschaft von Heinrich dem Löwen als brandenburgisches Lehen an den Grafen von Dannenberg.

 

Lesen Sie dazu auch Geschichte und

Geschichten aus Marnitz und der Umgebung

 

Zeittafel

 

1275 Die urkundliche Ersterwähnung der Burg und des Dorfes Marnitz durch die Verpfändungsurkunde des Grafen Dannenberg an den Grafen Helmold von Schwerin.
1358 Herzog Albert von Mecklenburg erwirbt käuflich die Grafschaft Schwerin, Burg und Land Marnitz werden erstmals mecklenburgisch.
1373 Herzog Albert muss Marnitz an seine Ritter von Plessen verpfänden, weil er die Kriegskosten an sie nicht zahlen kann.
1505 - 1625 Das Adelsgeschlecht der von Bülows besitzt die Pfandherrschaft von Marnitz.
1627 Herzog Adolf Friedrich I. und sein Bruder Johann Albrecht  II. lösen Gut und Amt Marnitz von den Erben der letzten adligen Pfandherrschaft, den Bülows, ein (aus Adelsdorf wird Kommuniondorf).
1731 - 1788 Marnitz wurde auf Grund der Folgen, die der Absolutismus von Herzog Karl-Leopold hervorbrachte, zum dritten Male an Preußen verpfändet. Das Amt wurde während dieser Pfandherrschaft von Preußen besetzt gehalten.
17.04.1750 Ein großes Feuer vernichtet 28 Gebäude in Marnitz, darunter auch die Küsterei und Pfarrei.
1812 Amt Marnitz und Amt Lübz werden zum Dominalamt Lübz-Marnitz mit Sitz in Lübz vereint. Es war das größte mecklenburgische Amt mit einer Größe von 50 000 ha.
1912 Der Güterverkehr trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung von Marnitz bei.
02.08.1914 Der Ausbruch des ersten Weltkrieges unterbrach alle fortgeschrittenen Arbeiten in unserem Land.
1920 Das Land Marnitz kommt zum damals gebildeten Kreis Parchim.
1939 Beginn mit dem Bau der Autobahn Hamburg-Berlin.
1939 - 1945 Hitler beginnt den zweiten Weltkrieg, am Ende des Krieges wird Marnitz sowjetische Besatzungszone.
1949 Gründung der DDR, Mecklenburg als Land hörte auf zu bestehen und wurde in drei Bezirke geteilt, Marnitz gehörte zum Bezirk Schwerin.
27.03.1959 Gründung der ersten LPG
1960 - 1980 Marnitz wird in dieser Zeit zum ländlicher Zentralort mit übergeordneter Versorgungsfunktion ausgebaut.
1989 Die Unzufriedenheit der Menschen in unserem Land führte dazu, sich an neutralen Orten zu versammeln und den Unmut zum Ausdruck zu bringen. So entstanden dann die Montagsdemos. Die SED-Regierung trat zurück.
1990 Die ersten freien Wahlen.
03.10.1990 Tag der Deutschen Einheit
01.01.1992 Die Gemeinden Marnitz, Siggelkow, Suchow und Tessenow schlossen sich zum neu gegründeten Am Marnitz zusammen.
1990 - 1999 Mit und nach der Wende verloren viele Menschen aus der Landwirtschaft ihren Arbeitsplatz. Es mussten neue Wege gefunden und gegangen werden. Der Tourismus spielt eine große Rolle in unserem Amtsbereich.
2000 725-Jahrfeier vom 15. - 18. Juni 2000 mit großem Festprogramm.
08.05.2000 Feierliche Übergabe des eigenständigen Wappens durch den Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern an den Marnitzer Bürgermeister
01.07.2004 Das Amt Marnitz, das Amt Ture und die Stadt Lübz schließen sich zum neuen Amt Eldenburg Lübz zusammen.

 

Geschichte und Geschichten aus Marnitz
 
Wo der Schmuggel blühte

Die meisten der jetzt zum Amtsbereich Marnitz zählenden Orte wurden im 13. und 14. Jahrhundert gegründet.  Im Laufe der Jahrhunderte wechselten sich in Marnitz etliche Herren ab, dazu zählten die Grafen Dannenberg, die Grafen Schwerin und die Herren von Bülow.

Die Dörfer mit ihren Menschen haben unter dem Dreißigjährigen Krieg, der darauf folgenden Hungersnot und Pestepedemien, dem Schwedisch-Polnischen Krieg und unter dem "Franzosenjoch" sehr gelitten. Heute ist der Anblick von menschenleeren, verwüsteten Dörfern nicht mehr vorstellbar.

Die unmittelbare Nachbarschaft zu Brandenburg-Preußen begünstigte sehr den Handel, programmierte aber auch Streitigkeiten vor. So war etwa das Dorf Suckow über lange Zeiträume getrennt - ein Teil gehörte zu Preußen, der andere zu Mecklenburg. Mit der steigenden Entwicklung von Handel und Wirtschaft blühte das Schmuggelgeschäft zwischen Brandenburg und Mecklenburg.

In Griebow ist heute noch der "Mörderweg" als alter Schmugglerpfad bekannt. Ein Großteil der heute zum Amtsbereich gehörenden Orte wurde damals schon bis zum Jahre 1812 von Marnitz aus verwaltet. 1812 wurde dann das Amt Marnitz in das Amt Lübz integriert.

Die Gemeinden in ihrer jetzigen Größe und Zusammensetzung existieren zum Teil erst seit jüngerer Zeit. Redlin und Klein Pankow, bis zum Kriegsende zu Brandenburg gehörig, waren selbständige Gemeinden, die erst 1974 mit der Gemeinde Siggelkow zusammengelegt wurde.

alte Dorfstraße

                         Quelle: Amt

Dorfstraße

                   Quelle: Amt


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