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Kirche Pinnow

Vorschaubild

Vorstellungsbild

Die Kirche zu Pinnow ist ein gotisches Bauwerk des 14. JH. Der Turm ist sehr alt. Das Langhaus wurde in jüngerer Zeit in seinen Lichtöffnungen einer Erneuerung unterzogen. Der Turm ist aus Felsen erbaut und mit einem abgewalmten Satteldach versehen. Die Kirche ist aus Backsteinen errichtet. Der Turm und die Kirche sind mit Flachziegeln gedeckt. Der Chor ist im Osten mit drei Seiten aus dem Achteck geschlossen. Zu beachten in das frühgotische Portal in der westlichen Turmwand; es ist mit einem Kämpfergesims versehen. Das Innere der Kirche bildet einen ungeteilten Raum mit einer Holzdecke.

Der Altar ist ein gotisches Triptichon vom Ende des 15. Jahrhunderts, das 1912 restauriert und wiederaufgestellt wurde. Wir sehen in der Mitte Christus am Kreuz und Maria und der Jünger Johannes an den Seiten.An den Seiten ist Jakobus der Ältere mit der Muschel und ein Diakon und gegenüber Gott Vater mit Sohn als Schmerzensmann und darunter Anna mit Tochter Maria und eigentlich dem Jesuskind auf dem Arm dargestellt. In diesem Altar befindet sich dies Jesuskind jedoch bei Christopherus auf dem Arm. Auf den Flügeln finden wir die Heiligen Barbara, Katharina, Christopherus und Georg mit dem Drachen und weitere Apostel.

 

Kirche Pinnow

 

An der linken Seite sehen wir das alte Altarbild, das von 1853 bis 1912 den Altar schmückte. Es ist eine Christusdarstellung des Hamburger Malers Flohr. Die neugotische Kanzel wie auch das großherzogliche Gestühl stammen aus dem Jahr 1910 und wurden in der Schweriner Hoftischlerei angefertigt. In dieser Zeit wurde die Kirche gründlich durchgebaut und dabei wurde auch die Orgelempore auf beiden Seiten verkürzt, um mehr Licht in die Kirche zu bekommen. Auch die vorderen Kirchenfenster wurden in dieser Zeit erneuert Im Turm steht an der rechten Seite ein großer Grabstein, der die Wappen von Petersdorf und von Halberstadt trägt.

 

Kirche Pinnow

 

1850 bekam die Kirche ihre erste Orgel aus der Schweriner Werkstatt des Orgelbauers Friese. 1930 wurde eine neue Orgel von Marcus Runge, Schwerin eingebaut.

1972 baute W. Nußbücker diese Orgel mechanisch um. Die Kirche in Görslow gehört schon seit Jahrhunderten zur Kirchgemeinde Pinnow. Sie liegt hoch über dem Schweriner See am Ostufer und gilt auch als Seezeichen für viele Wassersportler. Die Kirche wurde 1842 als Mauerwerksbau im spätklassizistischem Stil begonnen und 1856 eingeweiht. Leider ist der Architekt dieses einfach gestalteten verputzten Ziegelbaus nicht mehr bekannt.

 

Die Kirche wurde errichtet am Ende der Dorfachse als Gegenüber zum Gutshaus, das leider seit vielen Jahren nicht mehr vorhanden ist. Sie wurde als Ersatz für einen abgebrochenen mittelalterlichen Vorgängerbau, dessen Reste man für ein Mausoleum verwendete, errichtet. Dieser Vorgängerbau befand sich schräg hinter dem Gutshaus. Ganz im Sinne klassizistischer Einfachheit präsentiert sich dem Besucher ein schlichter Rechteckbau mit einer angesetzten polygonalen Apsis im Osten und einem vorgesetztem 17 Meter hohen Turm im Westen. Im Innern überrascht den Betrachter neben der sehr schönen hölzernen Kassettendecke und der zarten Stukatur um den Triumpfbogen und an den Logen vor allem die nach schinkelschem Vorbild blau gemalte und mit goldfarbigen Sternen reich besäte Muschelwölbung der Apsis.

 

Nach der Wende 1989 war die Kirche eine überdachte Ruine, große Teile des hölzernen Fußbodens und der Kassettendecke waren zerstört. Auch ein großer Teil des reichen Stuckwerkes war durch Vandalismus vernichtet worden. Als sich die Kirchgemeinde Pinnow, zu der Görslow gehört, 1992 entschloss, die Kirche in Görslow nicht dem Verfall preiszugeben, sondern wieder aufzubauen, war das ein mutiger Schritt, denn alle verfügbaren Finanzen waren schon für die Sanierung der Kirche in Pinnow aufgebraucht worden. Und so wurde mit Hilfe der Denkmalpflege und eines Kredites die Instandsetzung begonnen. Zunächst wurde das Dach saniert, dann der Turm mit Kupferblech neu gedeckt. Im Innenraum wurde der Stuck ergänzt, die Kassettendecke repariert und der Fußboden komplett erneuert. Dann wurden die alten Farbanstriche von den Wänden entfernt, wobei viele Bürger des Ortes mithalfen. Die Kirche wurde ausgemalt. Die Junge Gemeinde und die Christenlehrekinder hatten ihren Anteil daran, dass die über 270 Sterne an der blauen Kuppel der Apsis angebracht werden konnten. Am 12. Mai 1996 konnte die Kirche wieder eingeweiht werden.

Im Jahre 2000 konnte die Außenfassade erneuert werden. Umfangreiche Schäden am Putz mussten zunächst beseitigt werden. Danach wurde die Kirche mit einem neuen Anstrich von Außen versehen. Auf Rat des Architekten Georg Wossidlo aus Pinnow hat sich die Kirchgemeinde dabei für einen Gelbton entschieden. Gesims, Fensterlaibungen und Ornamente werden in Weiß gehalten.


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