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Archäologischer Wanderweg Kritzow

Vorschaubild

Die Gemarkung Kritzow wurde 1249 ersmalig urkundlich erwähnt durch Schloss Richtenberg des Fürsten Pribislav, der nördlich des Ortes seine Residenz an der Warnow errichtete.

Die von der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren auf dem heutigen Kritzower Gebiet hinterlassene Landschaft mit ihren trockenen Hügeln und feuchten Senken, dem Wechsel von schweren und leichten Böden, ihren Söllen und Bächen, bot bereits den Menschen der Ur- und Frühgeschichte gute Siedlungsbedingungen. Vor allem der nördliche Teil der Kritzower Flur wird von Archäologen als Siedlungskammer bezeichnet.

 

Der archäologische Wanderweg führt auf einer Länge von 8 km in diese Siedlungskammer und ermöglicht durch seine Wegführung zudem auch das Naturerlebnis in dieser abwechselungsreichen Endmoränenlandschaft.


Der Wanderweg beginnt in der Ortsmitte von Kritzow in unmittelbarer Nähe der Reste der aus dem 14. Jh. stammenden mehrteiligen Hofanlage mit Wehrturm der Adelsfamilie von Bülow. Weiter in nördlicher Richtung führt der Wanderweg an ein monumentales Großsteingrab, im Volksmund "Hühnenbett" genannt, vorbei. Wenige hundert Meter weiter öffnet sich links des Weges eine Landschaft, die von zahlreichen Hügelgräbern der Bronzezeit (1800 bis 600 v.Chr.) dominiert wird.

 

Wieder in südlicher Richtung wird ein Soll erreicht, das wunderschön eingebettet in einem Laubwald liegt und den Namen "Glasermoor" trägt. Damit wird Bezug genommen auf die vier Glashütten, die in der Flur zwischen 1615 und 1747 das grüne mecklenburger Waldglas herstellten. Im weiteren Wegeverlauf bietet sich der wohl schönste Weitblick in diese durch die Endmoräne geprägte mecklenburgische Landschaft vom Aussichtspunkt Höhe 78. Auf dem Rückweg zur Ortsmitte Kritzow gelangt man auf den 1925 angelegten Waldfriedhof, auf dem die ehemaligen Besitzer von Gut Kritzow ein Mausoleum errichtet haben.

Betreut wird das Projekt durch die Mitarbeiter des Landhotels Bondzio, welche auch gleichzeitig das Waldglasmuseum betreuen. Die im Waldglasmuseum ausgestellten Fundstücke von grünem Mecklenburger Waldglas (unbedingt anschauen) stammen u.a. aus dem Areal des archäologischen Wanderweges Kritzow.

 

[Lageplan Wanderweg]

 

Das Glasermoor

 

 Informationen erhalten Sie am Infopoint des BUGA-Außenstandortes Vorbeck

 

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