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Schlossberg

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Hügel mit Resten mittelalterlicher deutscher Burganlagen tragen in Pommern häufig den Flurnamen “Schlossberg“. So auch in Usedom. In der Südwest-Ecke der slawischen Burg wurde im 13. oder 14. Jh. ein herzogliches Schloss errichtet. Dazu wurde eine vorhandene Geländeerhöhung mit einem tiefen Graben umzogen und der Aushub auf die Erhöhung gebracht. Auf dem entstandenen Hügel wurde das Herzogliche Schloss aus Feld- und Backsteinen gebaut. Es sollte Witwensitz der Wolgaster Herzöge dienen. Aus der Geschichte des Schlosses ist kaum etwas bekannt.

 

Als die Städte Stralsund und Greifswald das Schloss 1420 belagerten, flohen die Insassen. Das Schloss wurde bei der Eroberung beschädigt.

Im großen Stadtbrand 1976/77 brannte das Schloss aus. Nach heutigem Kenntnisstand erfolgte keine Reparatur oder Neubau. Höhe und Aussehen des Schlosses sind nicht bekannt, weil keine Abbildungen vorhanden sind und archäologische Untersuchungen nicht erfolgten.

 

Bis zur Errichtung des Erinnerungskreuz 1928 wurde das Plateau landwirtschaftlich genutzt.

 

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1928 wurde aus Anlass der 800 jährigen Christianisierung das Granitkreuz errichtet und erinnert mit einer Inschrift daran.

Wenn auch das Erinnerungskreuz auf dem Schlossberg steht, fanden die Taufen nicht auf dem Schlossberg statt, da es ihn 1128 noch nicht gab. Dafür sind an dieser Stelle neuerdings schon Kinder getauft worden, denn im Sommer finden auf dem Schlossberg seit mehr als 10 Jahren Gottesdienste im lebendigen Gedenken an den Missionar der Pommern statt.

 

                  Gottesdienst 1       Gottesdienst 2